Kongresse und Patiententage

1. Patiententag des Universitäts-Tumorzentrums (UTZ)

Jeder der mit der Diagnose „Krebs“ konfrontiert wird, hat nach dem ersten Schock Hoffnung auf Hilfe. Um diese Hoffnung möglichst umfangreich erfüllen zu können, wurde vom Klinikum der Heinrich-Heine-Universität das Tumorzentrum UTZ gegründet. Am 8. September 2012 fand der 1. Patiententag statt, zu dem Patienten, deren Angehörige und Interessierte eingeladen waren. Das UTZ ist ein Zusammenschluss von Kliniken und Instituten des Universitätsklinikums Düsseldorf, die an der Versorgung von Patienten mit Krebserkrankungen beteiligt sind.

Ärzte und Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen, Pflegedienst und psychologischer Dienst arbeiten hier zusammen, um für die betroffenen Patienten die bestmögliche Behandlung und Betreuung zu erreichen.

Wie dies möglich wird, stellten im Einführungsvortrag der Direktor des UTZ, Herr Prof. Dr. R. Haas und der Geschäftsführende Leiter, Herr Prof. Dr. N. Gattermann eindrucksvoll dar. Das UTZ ist die zentrale Leitstelle, die einerseits Tumorpatienten mit unklarer oder klarer Diagnose schnellstens an die zuständigen Zentren leitet und andererseits dafür sorgt, dass eine optimale Behandlung erfolgt. Dazu wurde ein Tumor Board mit regelmäßigen Tumorkonferenzen geschaffen, in denen alle Krankheitsfälle fachübergreifend besprochen werden. Unterschiedliche Experten entwerfen dann gemeinsam optimale Therapien. So profitieren die Patienten vom Know-how dieser verschiedenen Experten. Für die Kliniken des UTZ ist die Teilnahme verpflichtend. Beschlossene Empfehlungen für Diagnose und Therapie sind umzusetzen, was überprüft wird.

Damit verfolgen die Tumorzentren auch das Ziel, sich neben der bereits erfolgten Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. zu Exzellenz-Zentren zu entwickeln. Dem Brust-Zentrum ist dies bereits gelungen. Es rangiert auf Platz 1 der Focus-Klinikliste als Deutschlands beste Klinik, wofür vor allem die medizinische Qualität der Behandlung mit ihrem umfassenden Leistungskatalog ausschlaggebend war. Zertifizierung kann nur erreicht werden, wenn die Behandlung auch Psycho-Onkologie umfasst. Dies ist in Düsseldorf seit zwei Jahren realisiert. Vorbildliche Pflege und Palliativmedizin sind weitere Kriterien für die erfolgreiche Behandlung von Krebspatienten, letztere nicht im Sinne einer Sterbestation, sondern als Hilfe für Patienten, so viel Zeit wie möglich zu Hause zu verbringen, eine Maßnahme, die von Betroffenen in hohem Maße gelobt wird.

Auch die Tumorforschung hat in Düsseldorf einen hohen Stellenwert. Zu den Themen gehören zum Beispiel die Erforschung
der Ursachen für eine Veränderung des Krebses während der Behandlung oder die Möglichkeiten zum Erreichen der „Scharfschaltung“ von Abwehrzellen. In einer Tumorbank stehen hierzu bei -150 °C gelagerte Proben aus früheren Behandlungen zur Verfügung. So kommen auch Therapien, die noch nicht dem allgemeinen Behandlungs-Standard entsprechen, im Rahmen klinischer Studien zum Wohle der Patienten bereits zur Anwendung.

Weitere Vorträge behandelten den Stand von Forschung und Behandlung unterschiedlicher Tumorarten. Zur Beantwortung
von Fragen der Besucher war während der Vorträge und danach ausreichend Gelegenheit.

Zahlreiche Selbsthilfe-Gruppen präsentierten sich im Foyer des Hörsaals der Chirurgie, in dem auch die Leukämie Lymphom
Liga e.V. mit einem gut besuchten Stand vertreten war.

Zusätzliche Informationen